20. Januar 2017

Corporate Learning wird digital

Die Welt wird immer digitaler. Das verändert grundlegend die Art und Weise, wie Mitarbeiter sich weiterbilden. Unternehmen setzen dabei verstärkt auf Online Learning – allerdings anders als bisher.
Welche fünf Top Trends im eLearning sind 2017 zu erwarten?

(1) Inhalte: Video is King

Video wird schon in zwei Jahren rund 80 Prozent des gesamten Internetverkehrs ausmachen, schätzt der IT-Konzern Cisco. Das wird sich auch aufs eLearning auswirken – vor allem, da Videos unabhängig vom verwendeten Betriebssystem funktionieren. Per Video übertragene Veranstaltungen ermöglichen Interaktion, deshalb werden sie wichtiger als je zuvor. Da Lernerfolge sich nur um direkten Austausch mit Lehrern und Mitschülern einstellen, sterben standardisierte Lernformen allmählich aus.

(2) Mehr Feedback von Nutzern

Die Module im eLearning-Module sind vorgegeben, unabhängig davon, für wie sinnvoll sie die Nutzer halten. Ihr Feedback war bislang selten gefragt. Das wird sich ändern: Immer mehr Unternehmen geben ihren Mitarbeitern die Chance, vorhandene Module durch konstruktive Kritik zu verbessern. Dieser Input wird genutzt, um die Qualität der Module anzuheben. Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter lassen sich schneller erkennen und umsetzen als je zuvor, etwa indem Fragebögen zu eLearning-Material und -Inhalten verschickt werden. 

(3) Smart statt Big Data

“Big Data” heißt: jede Menge Daten. Das sagt noch nichts darüber aus, wie sinnvoll diese Daten eingesetzt werden. Erst wenn Daten “smart” genutzt werden, helfen sie, gewünschte Lerneffekte tatsächlich zu ermöglichen. “Smart Data” sorgt im Idealfall dafür, dass jeder Mitarbeiter personalisiert genau die für ihn notwendigen Inhalte auf die genau für ihn passende Art und Weise vermittelt bekommt. Das erhöht den Spaß an der Weiterbildung – und den Lernerfolg.

(4) Micro Learning

Weniger ist mehr: Menschen können sich nur 20 Minuten am Stück intensiv konzentrieren, besagen diverse Studien. Entsprechend sollten Lerninhalte dosiert werden, damit unser Hirn sie angemessen verstehen und verarbeiten kann. Wir erwarteten deshalb zunehmend mehr “Lernhappen”, etwa fünfminütige Videos, die das menschliche Gehirn nicht überfordern.

(5) Mobile Learning

Mobile matters! Mehr als die Hälfte aller Menschen nutzt ihr Smartphone, um an Informationen zu gelangen – auch eine Form von eLearning. Deshalb gibt es zunehmend Lernmodule, die auf Smartphones ausgerichtet sind. 

 

 

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